Unverstand
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Wahnwerk: Mensch: von Traum zn Untraum

Wahnwerk: Mensch ist eine Sammlung der besten Werke aus zehn Jahren Posie. Einer Reise durch den Verstand, eine abstrakten Darstellung eines Traums; hier befinden sich Gedichte und auch manch Geschichte, die alle Facetten des Lebens begleiten.

Enthalten sind Werke der letzten zehn Jahre, von der Zeit kurz bevor ich nach Kanada ausgewandert bin, bis zu den letzten Jahren, in denen ich noch auf Deutsch schrieb.

Holt euch eure Kopie und verbreitet es, Freunde des Deutschen Wortes!

(Auch als kindle e-book erhältlich.)

5.6.15 05:34


Vielleicht sollten wir dann doch ...
12.4.13 14:29


Neubeginn

Fortan werde ich, wenn ich etwas schreibe, dort neue Texte reinstellen:
http://nachyl.blogspot.com/

Allerdings wird dies ausschließlich in englisch sein.
5.7.10 04:55


Liebesmord

Atemlos, wie stille Winde,
liegt dein Schweigen mir im Schoß.
Zeitlos, wie der Geist im Kinde,
doch wertlos, wie auch ich dich finde,
lässt mein Herz dein Leben los.

Doch streifst du weiter mir im Blick;
sag, suchst du Sterne oder Wahn?
Doch zerrst du weiter dir am Strick;
du weißt doch, es geht nie zurück,
nur fortwärts auf der Lebensbahn.

Drum leck das Bittre dir vom Munde,
die Asche, die mein Kuss nun birgt.
Wir weinen weiter Stund um Stunde,
kratzen an der kranken Wunde,
bis vom Leben nichts mehr würgt.
27.5.10 00:11


Der Morgen danach

An den Wänden hängt noch unser Lachen
und von Uns träumen noch die Kissen.
Sie auch, sie sollen dich vermissen,
wenn sie, wie ich, ohn' dich erwachen.

In jeder Faser weht dein Duft
und dir gilt jeder Atemzug.
Mein Herz setzt an zum Höhenflug;
Ich schmecke Sehnsucht in der Luft.

Zeit, sie rinnt durch meine Hand,
die deine, zart, noch immer spürt,
da sie zum Glück uns beide führt
und uns zur Ewigkeit verband.
28.3.10 00:27


Nachkrieg (Verlust)

Streck die Waffen, junger Krieger,
genug hast du dem Kampf gedient.
Kehr fortwärts um der Ehre Willen.

Senk das Haupt, denn sie sind Sieger,
sie, die sich am Schmerz bedient
und ihre Gier mit Schulden stillen.

Alles, was du Liebe nanntest,
wird nie den Blick zu dir mehr wagen,
nur bleibt Verlust, der in dich kroch.

Und das, was du als Heimat kanntest,
birgt kein Haus, kein Herzens Schlagen,
doch Schutt, Ruin und Ängste noch.
4.9.09 03:19


Schuld

Mein Herz ist Gefängnis, und doch trotz ich frei,
und doch allein, doch am Leben vorbei.
Mein Kopf, er weiß, ich sollt bereuen,
doch bleibt mir nichts, als weiter zu scheuen;
mein Herz ist gefangen, kein Denken ist frei.

Ich presse die Stirn an kaltes Glas,
bis nichts bleib, was Schuld nicht zerfraß.
Kühlt es auch Schweiß auf dem Gesicht,
das Fieber in mir, das lindert es nicht.
So flehe ich weiter an kaltem Glas.

Sühne selbst, o schwere Sünde,
wenn niemand sonst mehr zu mir stünde
und nichts, nein gar nichts mir verziehe;
mir, der vor mir selber fliehe..
drum sühne, o du süße Sünde.
29.8.09 17:38


Kehrzeit

Die Schritte in den dunklen Gassen,
sie hallen ohne Wiederkehr.
Wir ziehen blind und Hoffnungsschwer
durch drängend dichtem Zeitenteer.

Bei der Hand wollt ich dich fassen,
um dort, wo Traum und Zukunft schwinden
den schmalen Pfad vor uns zu finden
Doch nichts konnt unser Gesten binden...

...oder gar das Denken lassen:
Vergangenheit, sie ist uns Dorn.
Zwischen uns blieb nur der Zorn;
Im Teer ging auch das Herz verlorn.
13.8.09 15:37


Wintergarten

Im Wintergarten unsrer Träume,
von Weltenlasten unbefleckt,
unbeschwert, von Zeiten treibend,
ist vorm Schicksal unser Herz versteckt.

Dort harren wir durch tiefste Nächte,
geschützt im Eden unsrer Trüge.
Doch such ich dort deinen Blick zu deuten,
dann denk ich Wahr, doch fühle Lüge.

Entropie reisst an den Mauern
und wie eine Anarchie der Sinne
zieht Schleiergrau durch meinen Geist;
beendet alles, das stets ich beginne.

Und es welkt, was in dem Garten liebte,
denn Winter fordert seinen Tribut.
Nur ein Keim bleibt ungefroren,
verschläft ein Leben ohne Mut.

In der Kälte unsrer Träume,
von der Schicksalslast entzweit,
starren wir mit blinder Hoffnung
aus den Fenstern dieser Zeit.
7.8.09 16:38


Sandmann

Wir durften träumen, schönes Kind,
vom Leben ohne Endlichkeit.
Zerzaust der Blick, verging geschwind,
als Sandkorn einer rascher Zeit.

Spiegel brachen uns im Feuer,
wir säten Hoffnung in die Scherben,
Eine Rose spross uns daraus teuer,
wie ein Flüstern von Verderben.

Geblieben ist mir nur der Dorn,
nur das Träumen trieb mich noch.
Fiel dann der Sand zum letzten Korn
war's Schatten, der zu Hofe kroch.

Die Phantasie, mein Kind, ist längst gestorben,
nichts hält mich noch in deinem Traum.
Ich bin vergessen, bin verdorben
und fürchte das Erwachen kaum


Niemals ewig währt ein Leben,
es reissen Bände, Strick um Strick.
Dem schweren Herz bleibt nichts zu geben,
nur Krebs in der Seele, Sehnsucht im Blick.
4.3.09 16:29


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