Unverstand
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Definition.

Ich war und bleib der einen einzgen
Erinnerung zu dem bestrebt,
was, zum hoffen, ich mir sagte,
muss sein was man als Mensch erlebt.

Es definiert mich, was ich tue,
sage, lebe und auch denke,
das - und nur das - sagte man,
ist mein Leben, das ich lenke.

Und so beschreibt ein jeder sich,
bis aus den Augen sie sich weichen
und sie, wie ich, unwesentlich
sich auch aus den Gedanken streichen.

Noch mit dem Blicke nachgetragen,
überwiegt der Hoffnung doch
des meines Teufels weise Wort,
"Nur du selbst bleibst treu dir noch."

Am Ende bin zu schnell ich dann
allein, als Mensch auch schon passiert.
Vielleicht ists doch der Tode erst,
der mich als Leben definiert.
3.6.08 04:31


Buntlos, diese Welt

Und vielleicht war es die Neigung
hin zu dieser Welt,
die eine Emotion mir weckte.

Doch sind zurück wir uns geblieben,
als Blicke die sich flohen;
sind wir verdorben und Verderber,

von der Welt,
die wir als Liebe kannten.

Was ist und bleibt ist ein Gefühl,
wertverloren, grau im Grau,
durch deinen Dunst
im dämmernden Herz.

Bis in dem viel zu wahren Wahn
der Verstand sich selbst nicht mehr versteht,
dies Gefühl sich zu weit neigt
und vor dem Fall nichts mehr mich hält.

Es legt sich dar, auf stiller Ebene,
buntlos, diese Emotion,
denn sie, die Welt, sie liebt mich nicht.
19.4.08 05:49


Heute.

Wenn ich mich selbst betrachten würde, müsste ich gestehen, dass ich nichts Gutes sehe. Nicht, weil es nicht vorhanden ist, sondern, weil ich es nicht sehen will.
Nicht heute, hier und jetzt.
Ich finde mich selbst schreiend und weinend mit dem Rücken an einer kalten Wand, flehe zu Gott, dem Schicksal, irgendeiner höheren, heuchlerischen Macht, dass dieser Schmerz einfach aufhören soll. Nacht für Nacht. Jahr für Jahre. Von einer Liebe zu der nächsten.
Doch da ist keine Macht, kein Gott. Nur Heuchelei. Nur ein Schicksal, das ich nicht in der Lage war zu akzeptieren, die Stimme, die ich unterdrückt habe. Die mir sagt, dass es keinen Unterschied macht, wer heute noch lebt, und morgen nicht mehr. Dass es egal ist, wir alle einmal sterben werden, ganz gleich ob wir gut oder verdorben von dieser Welt treten. Diese eine Stimme, die mich schon immer gefordert hat, alles zu verlieren, alles zu verlassen und fallen zu lassen, bis nichts, absolut gar nichts mehr von mir, von dir, oder dem Phantom meiner emotionalen Abhängigkeit zu Glück und Liebe bleibt. Die Stimme, die ich nie hören wollte.
Bis heute.
Ich habe mir den letzten Rest Hoffnung von den Augäpfeln geschält. Nun sehe ich all die wundervollen Dinge dieser Welt, die Farben am Horizont, das Lächeln auf den Gesichtern, die mich nicht sehen, in schwarz und in weiß. Und es macht mich wütend. Denn ich gehöre nicht dazu, stehe dazwischen, schaute überzeugungslos zu und suchte die Einheit, die Verbindung zwischen all dem, dir und mir.
Ich bin grau im Grau.
Das Herz in Trümmern, die Klinge in der Hand, will ich nicht nur schreien und weinen, sondern nur ein einziges Mal ganz genau das tun, was ich ich wirklich will.
Kehlen zerreißen, Fleisch zerfetzen, Leben und Liebe zerschmettern. Die Stille brechen.
Das bin ich heute. Heute will ich der Wut nachgeben, mein Schicksal akzeptieren und alles fallen lassen. Ich werde meinen emotionalen Tod nach außen würgen und in die Fratze dieser Welt spucken. Es gibt keinen Unterschied zwischen Freund und Feind. Nur mich, den Rest der Welt und meine Gedanken. Sie rauschen durch meinen Schädel und zerfressen im viel zu realen Wahnsinn mein Hirn.
Willkommen im Extrem.
Heute bin ich taub, durch einen roten Dunst innerlich verstummt. Ich denke nicht darüber nach, ob es das ist, was ich wirklich will, denn heute werde ich fallen.
Und nichts kann mich mehr halten.
17.4.08 01:49


Ich bin kein Mensch, ich bin ein Zustand.
Ich fühle nicht, ich passiere.
12.4.08 06:34


Dezember

Dezember;
die Kälte der Tage,
längst vergangener Zeit,
die ich noch heute fühlen kann.

Sie lehrt mich
meinen Wert zu zügeln,
ist es doch keine Überraschung mehr,
dass ich meine Augen schließe.

Unlängst schon habe ich begriffen..

Dezember;
die Kälte, die nie stirbt.
Tageslicht blasst durch Dunst,
Jahre vergehen wie Tage,
im Wind über karger Wüste,
dem kraftlosen Meer.

Dezember;
die Hoffnung in der kalten Luft,
die mit jedem Zug erstickt.

Ich schließe die Augen,
ich schließe die Tür.

Ja, ich glaube an nichts
und auch nie mehr.
12.4.08 00:18


als Stern

Ich sänk mein Leib, mein eignes Fleisch
in freiende Flammen, der Sterne gleich,
zu jenen ich mein Geiste mühe.

Ich will mich leuchten, brennen sehen,
auf meiner Wünsche Asche stehen,
bis auch mein Blick entrückt verglühe

und mein Geist durch Zeit und Spähre
in Fiebernächte, ihrer Leere
als Funken meines Stolz' verbleibt.

So einst ich mein Herz in Feuer zier,
dort dann am Himmel bleibe ich dir,
als Stern, der als mein Abglanz treibt.
11.4.08 04:22


Welt fern

Man schaut zum Himmel, frage sich:
"Welch Sterne dort sollt meiner sein?
Wer strahlt in mir lebendiglich
schwingt zu neuen Träumerein?"

Doch treibt die Seel dahin zu Nächte,
schert sich wenig für die Welt,
lauscht der Zeit und was sie brächte
wenn man Stern um Sterne zählt

"Was nutzt mir schon der Rest auf Erden,
in Zeiten, die der Stern nicht scheint,
unsre Blicke ferner werden
und auch der Traum uns dann nicht eint?"

So bleibe man, wie jeher scheu,
weltenfremd und der Welt fern,
harrt einzig seiner Sehnsucht treu:
"Sei mir Liebe, liebster Stern."
10.4.08 04:51


die Werke

Wir schrieben vom Glücke, vom Lachen und Freud,
gar nie eine Zeile, die wir bereut,
trugen die stärksten Gefühle zu Tage,
beherrscht von Gewissheit, gefreit jeder Frage,

nannten sie 'Leben', die Werke.

Es war viel zu sagen, erleben und finden,
wo Traum und Gefühle Geschichten sich binden,
Seelen zusammen im Spiegelbild gruben
wir uns einander zum Lächeln einluden.

Wir glaubten der Liebe und an ihre Stärke.

So doch in Schweigen groß fiel diese Welt,
in Stille, die den Stift enthält.
Zerschlagen die Spiegel, die stumm zu uns starren,
wir bleiben entrückt an jen' Blättern harren,

als sich der Finger schnitt am Trug.

Wir lesen von Freude, vom Lachen, vom Glück,
gedenken den Zeilen zu oft zurück,
den Tagen an denen Inspiration uns erfüllt,
von Freude, jen' Lachen und Glücke umhüllt,

zum Herz, dass ohne Stein einst schlug.
9.4.08 03:49


In Relation

Ich weiß, ich sollte traurig sein. Zumindest fühle ich mich danach. Aber eigentlich bin ich glücklich, denn Trauer ist letztlich ein Gefühl. Und nicht nur ist das selten genug, traurig zu sein heißt auch, dass ich vorher eimal glücklich gewesen sein muss. Sonst würde mir die Trauer nichts bedeutet. Ich muss also erst traurig werden, bevor ich Glück empfinden kann. Wie so eine Art Glück-Trauer-Glück-Beziehung, oder so.
Ich nehme an, das klingt jetzt schwachsinnig...
5.4.08 05:52


Feelings

Ich bin die Grenze meiner Welt. Der Fluch und der Segen, auferlegt und empfangen einzig von mir selbst. Und einzig ich weiß dieses Drama zu beenden.
Es gibt keine Hoffnung mehr, keine Zuflucht, keinen Schutz. Ich bin am Rand, tödlich und innerlich tot. Das Feuer an meinem Horizont, das mehr und mehr erlischt.
Ich fühle mich vollkommen fehl am Platz, aussortiert, weggestellt und ganz nebenbei vergessen.

Meine Gefühle versuchen gerade mich umzubringen.
2.4.08 00:15


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