Unverstand
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Traumspiegel

Zu neuer Flucht
1


Still', wer bist du,
Die dort klamm und heimlich weilt;
Fern, ob doch näher in mir selbst,
Den Traum befreit, zum Traum hereilt ...?

Still', wer bin ich,
Der in eig'ner, karger Schlucht
Ob dem Falle in sich kehrt;
In mir, zum Traum, zu neuer Flucht ...?

2
(Der Rabe)


...Es stottert der Wind im fallendem Haar...

"Manchmal, Mensch, musst du begreifen
Um zu fassen und zu reifen,
Die Welt, in der du nächtlich rauschst,
Ist stiller, wenn du mehr ihr lauschst"

...Weder falsch, noch wahr...

Der Sturz türmt sich zu gleitendem Schrei,
Es fällt das Haar tiefer, es nistet sich frei,
Ein Rabe mir auf dunk'lem Haupt;
Der dem Serpent das Zischen raubt

...Es krächzt der Rabe im Schlangengeleit...

"Manchmal, Mensch, musst du verlassen;
Laß sterben, was als 'Ich' sie fassen.
Wem lauscht die Stille selbst solch Nächte;
Dir, oder der Welten Mächte?"

...Folg' ihm hinab zur Möglichkeit...

3
(Die Blicke)


Und dann sah manches Wesen genauer hin,
still, noch heimlicher, zur sagbar steigenden Nacht.
Ihre Blicke ...wie jeher... verstohlen, neidend
auf einem Lächeln, das nur mein Träumen noch erreicht...

Und während mein Ich tiefer in mich fiel,
mein Geist und Körper zu kreisendem Winde kehrt,
begann ...ganz bewusst... ein Tanz,
rhythmische Begegnung, im Sturm ...ganz leicht...


Doch... der Blicke kalter Natur...
Wie ein Tuch... voll Verhängnis...
voll ...auf meinem Ich...
Auf meinem Mut... zwingend,
den Traum zum bloßen Wort...
Und des Menschen kaltes Angesicht...
Wie ein Griff... zieht es mich
fort.


Die Flucht in mir reisst durch klirrende Ketten
Der Kräher weist an, mich vor mir zu retten

..am Vergessen vorbei

Die Flucht durch mich sprengt jede Mauer
Doch harrt mir Sturm stets auf der Lauer

..im Sturzschrei

Im Sturz einer Schlucht hinab,
dessen Tiefe nur ein Alb zu beweisen mag
Ein Schrei jeder Seel' fernab
Der zu lang' schon nur im Herzen lag


Und dann schau ich genauer hin...
Fern der Blicke, heimlicher, zu unsagbar düsteren Pfaden
Verzweigt ...beängstigend... wie Geäst
am mahnend', sterbendem Baum

...verwurzelt tief im Traum...








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