Unverstand
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Traumspiegel

Es lud zu Hofe
1
(Windlicht)


Ich seh' sie wandern, je für sich,
wie Schatten uns'rer Sterne,
fahl und kaum mehr wesentlich,
durch nebeldichte Ferne...

Die Augen sahen nur noch Fragen
Konnt's Bestehen nicht mehr tragen
Und schloß mich an im Wind ...dem Licht

Mir ist's an Wille dann nicht mehr
Kriech ich der Stille immer näher
Und zieh mich fort der Lebenspflicht

Es ist, als würde die Zeit erfrieren, als ungekannte Freuden durch meinen Leib zerren. Die Dunkelheit um meinem bestrittenden Geist schafft Platz für einen neuen Weg. Ein Weg umrahmt von Lichtern eines Gedankens, die wie vom Wind betreut durch mein Empfinden scheinen.

Und ihre Bewegung ist rhythmisch ... ist rein
Ein hypnotischer Takt umschleicht mein Sein
Und fortert mich auf zum Tanz an einem Meer,
...dünner als Erinnerung...

Ich lasse mich ein auf jenes Spiel
Mit einem Mal seh' und verstehe ich viel
Von innerster Harmonie
Und hole aus zum Sprung...


Federn am Finger ..ich breite mich aus
und empfange den Flug im freisten Fall

...Bewusst...
...Hinab...

Der Rabe im Nacken schlägt weiter Applaus
bis ich als Nacht auf Tage prall'

...Bewusst...
...Fernab...

Und wir tanzten... und tanzten
bis der Morgen vergangen'...
Fort von aller Welt Gesichter

Und wir lachten und wehten
In Melodie gefangen ...

Wann, ja wann seh' ich euch wieder, ihr Geister
Ihr Windlichter
...?

Es lud zu Hofe
2
(Zeugung)


Es begab sich zu dieser dunkelnden Zeit,
in der mein Leuchten durch Winde zog,
Sehnsucht sich erlebte und das Ich nach dem Empfinden blickte,
dass der Atem nach meinen Wurzeln langte...


Seht nur, droben, seht
Der Stern, der mit der Sonne steht

In der Welt entbrannt' Begierde
Schatten zog durch Morgen's Zierde
...Als sich Nächt' und Tage trafen

Sturm entsprang aus peitschendem Meer
Bebte auf in eigenster Ehr'
...Zum Tag der mit der Nacht geschlafen

Schau nur Mensch, seh' hin
Zum Stern der mit der Sonn' verging

Als Winde sich dem Tau ergaben
Ließen Sterne sich forttragen
Und Nacht, sie floss in sich zurück

Doch was sich in ihren Venen schloss
Schaut heut zum Hof in dem es spross
...Unter dem Herz trug mich das Glück


Es ist zu meiner stillsten Zeit,
in der mein Ich durch Träume zieht,
Sehnsucht herrscht und Welt nach meinem Wesen blickt,
dass meine Wurzeln

...mich Heim tragen...








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